Werbetexterin Margit Wickhoff am Strand von Hiddensee

Ich mach mir meine Welt, aber wie?

Visionen, Inspirationen, Ziele – wohin ich schaue, bin ich von Menschen umgeben, die Großes vollbringen (wollen). Sie streben höher und weiter. Und ich? Ich frage mich, ob der Moment nicht ausreichen darf, um einfach glücklich und zufrieden zu sein.

Es gibt sie, diese faszinierenden Wesen, die vom Tag ihrer Geburt an ganz offenbar eine Vorstellung ihres Lebensweges haben. Sie werden offensichtlich mit dem Durchsetzungswillen und der klaren Absicht geboren, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Bei mir war das lange Zeit ganz anders. Ich hatte schlicht und ergreifend keinen Plan.

Dieser Artikel entsteht als Beitrag zur Blogparade „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“, von meiner lieben Mastermind-Partnerin Sara Menzel-Berger.

Erst gestern hat mich eine junge Kollegin gefragt, wie es kam, dass ich vom Marketing-Studium meinen Weg zur Inhaberin einer Textagentur in Graz gegangen bin. Ich hätte gerne geantwortet, dass ich einfach meinem Lebensziel gefolgt bin, aber so war es nicht. Stattdessen habe ich auf mein Herz gehört, Gelegenheiten ergriffen und das gemacht, was ich immer schon gut konnte: schreiben.

So kam es, dass mein Schritt in die Selbstständigkeit ursprünglich eher der Tatsache geschuldet ist, dass ich meinen Beruf mit meiner Rolle als Mama einer damals kleinen Tochter verbinden wollte. Ein Mini-Unternehmen im Homeoffice war da eine höchst attraktive Lösung.

In Wahrheit war ich eine Beamten-Seele

Das Dasein als Unternehmerin war mir in den ersten Jahren ehrlich gesagt sehr suspekt. Alleine die Tatsache, immer erst im Nachhinein zu wissen, wie viel die Sozialversicherung und das Finanzamt von mir einkassieren würden, hat mir den kalten Angstschweiß auf die Stirn getrieben. Nur durch dauerhafte Beruhigungsbemühungen meines Steuerberaters und konsequente Rücklagenbildung vom ersten Tag an konnte ich diese Mindset-Hürde nehmen.

Ich dümpelte also lange Zeit einfach so dahin. Mit Freude und Begeisterung für meine Arbeit, aber ohne große unternehmerische Absichten. Das war okay für mich, ich war zufrieden mit meiner kleinen Welt. Bloß, dass das Schicksal allem Augenschein nach andere Pläne mit mir hatte.

Denn auf wundersame Weise wuchs meine Textagentur. Neue Kunden und Projekte sowie über die Jahre viele wunderbare Partnerschaften brachten Entwicklung. Ich lernte, wuchs (manchmal auch über mich hinaus) und fragte mich irgendwann plötzlich: Ist es das? Ist das wirklich mein Weg, lebe ich meine Leidenschaft?

Macht das alles einen Sinn?

Er war also da, der Zeitpunkt meiner Sinnfrage, für den es aus meiner Sicht nur eine Lösung gibt: Unterstützung von außen.

Ich habe einmal gelesen, dass jeder große Leader einen Mentor benötigt. In meinem Fall war es gleich eine ganze Handvoll von Mentorinnen, die ich über das Netzwerk von Claudia Kauscheder und ihr Online-Programm „Home Sweet Office 2.0“ kennenlernen durfte. Mehr dazu liest du in meinem Artikel „Warum ich dank Trello wieder ruhig schlafen kann

Plötzlich war ich nicht mehr allein in meiner kleinen Business-Welt. Ich hatte wunderbare Frauen an meiner Seite, die mich inspirierten und von denen ich lernte. Eine von ihnen, die mich bis heute begleitet, ist die großartige Benita Königbauer. Durch sie und ihr Abenteuer-Wunschbusiness habe ich besonders im vergangenen Jahr so unglaublich viel an persönlicher Weiterentwicklung erlebt, wie ich es nie für möglich gehalten hätte.

Wenn du mich heute fragst, was der Schlüssel erfolgreicher Unternehmensführung ist, dann lautet meine Antwort ganz klar: Der Austausch mit anderen, der Input von außen durch Menschen, von denen du lernen kannst.

Margit Wickhoff

Aber warum eigentlich?

Durch die wertvollen Einsichten und Einblicke im Rahmen von Mastermind-Gruppen begann sich mein Zugang zu meinem Leben als Unternehmerin grundlegend zu verändern: Ich wollte die Dinge nicht mehr einfach passieren lassen, sondern mir meine Welt selbst machen, so wie sie mir gefällt. Bemerkst du die gelungene Überleitung zum Titel von Saras Blogparade? 😁

Auf dem Weg dorthin bin ich auf mein Warum gestoßen, das große Motiv. Es ist das, was mich antreibt und dazu führt, dass ich von Herzen gerne und mit großer Begeisterung jeden Tag meinen Beruf ausübe. Und das lautet so:

Als Texterin erzähle ich die Geschichten von einzigartigen Unternehmerinnen und Unternehmern. Sie sind Pioniere in ihrer Branche, Vorreiter und Querdenker und sie leisten tagtäglich Großartiges, um unser Leben zu bereichern.
Mit meinen Texten darf ich dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen davon profitieren können. Jede geschriebene Zeile ist also mein kleiner Beitrag dazu, unsere Welt ein Stück besser, schöner und lebenswerter zu machen

Ziemlich coole Sache, oder? Und für mich der beste Grund, morgens voller Freude aus dem Bett zu hüpfen und für meine Kundinnen und Kunden in die Tasten zu greifen.

Buchtipp: Wenn du dich mit deinem Warum für dein Leben und dein Business näher beschäftigen möchtest, lege ich dir Simon Sinek und sein Buch „Start with why“ sehr ans Herz!

Mit wem und mit wem lieber nicht?

Mit dem Warum kam naturgemäß auch der Wunsch, jeden Tag danach zu leben. Und damit wiederum die Frage, wie viel, für wen und mit wem möchte ich arbeiten? Wer sind meine wunderbaren Wunschkund*innen und wer passt gar nicht zu mir? Womit möchte ich meinen Tag ausfüllen und wohin soll die Reise gehen?

Wohin soll die Reise gehen? Ha, wirst du sagen: Jetzt also doch! Jetzt setzt sie sich Ziele.

Ja, du hast recht. In dem Augenblick, in dem ich erkannt habe, dass ich jeden Tag meinen ganz persönlichen Auftrag in unserer Welt erfülle, kam auch meine Vision: Ich möchte mein Umfeld, die Menschen, mit denen ich zutun habe, inspirieren. Ich möchte Wert in ihrem Leben stiften. Mit meinem Wissen, mit meinen Fähigkeiten.

Die Macht des Moments

Damit ich das tun kann, plane und strukturiere ich meinen Weg. Ich justiere stets wieder nach, nehme Kursänderungen vor und überprüfe, ob ich noch immer in Warum-Mission unterwegs bin. Ich arbeite also bewusst an meinen Zielen. Damit bin ich von der Nebenbei-Freelancerin wirklich zur Unternehmerin geworden, die mittlerweile sogar ein wunderbares Team um sich hat.

Worauf ich dabei jedoch immer wieder besinne, ist die Macht des Moments. Dazu möchte ich ein Zitat aus dem Buch „5 AM Club“ von Robin Sharma* mit dir teilen:

„Mit jedem einzelnen Tag gestalten wir unser Leben. Wir konzentrieren uns alle so sehr auf unsere Zukunft, dass wir die Bedeutung eines einzelnen Tages zunehmend vernachlässigen. Aber was wir heute tun, erschafft unsere Zukunft.“

Robin Sharma

Ich glaube, dass gerade viele junge Menschen einen enormen Druck verspüren, sich Ziele zu setzen und „etwas“ im Leben zu erreichen. Doch ich kann dir versichern, das Leben erreicht dich! Wenn ich aus meiner Geschichte etwas gelernt habe, dann dass es Zeit und vor allem wunderbare Wegbegleiter braucht, um ein Warum und ein ganz persönliches Lebensziel zu finden.

Hör auf dein Herz, vertraue auf dein Bauchgefühl, hole dir Vorbilder und Unterstützer – und deine Welt wird so, wie sie dir gefällt.

PS: Bin ich allein mit meinem anfänglichen Ziel-Mangel, ist es dir zu Beginn deiner Berufslaufbahn auch so ergangen oder suchst du vielleicht gerade nach deinem Warum? Schreib mir doch einen Kommentar, ich freue mich von dir zu lesen!

*Mit Sternchen gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Für dich verändert sich dadurch nicht, du kaufst das Produkt ganz regulär zum normalen Preis, ich bekomme dafür eine kleine Provision.

Ich muss nicht immer das letzte Wort haben, nur das beste. Das willst du auch? Dann lass mich deine Texte schreiben!

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3 Kommentare. Leave new

  • Sara Menzel-Berger
    18. März 2021 20:46

    Liebe Margit,
    danke für deinen wunderbaren Blogartikel! Ich bin so froh dich als Mastermind-Partner*in an meiner Seite zu wissen. Und ich bin mega stolz auf dich. Was du im letzten Jahr geleistet has, wie du dich entwickelt hast und dass du so ganz selbstverständlich von deinem „Warum“ schreiben kannst, beeindruckt mich wahnsinnig!

    Alles Liebe
    Sara

    Antworten
    • Margit Wickhoff
      19. März 2021 7:36

      Liebe Sara,

      mein Herz hüpft, wenn ich deine herzlichen Zeilen lese! Vielen Dank, dass du mich auf meinem Weg begleitest. 💖 Ich kann es selbst kaum glauben, welche Entwicklung das letzte Jahr mit sich gebracht hat. Du hast daran mit deinen klaren und immer einfühlsamen Worten im exakt perfekten Moment einen großen Anteil.

      Alles Liebe
      Margit

      Antworten
  • […] Margit Wickhoff: Ich mache mir meine Welt, aber Wie? […]

    Antworten

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