,

Positives Denken für Kinder: ein Buch als Herzensprojekt

Es muss 1986 gewesen sein. Die kleine Margit, drei Jahre alt, pausbäckig, kupferrote Haare, dunkelbraune Cordsamt-Latzhose und ungebremster Entdeckerdrang steht vor dem Bett ihrer Eltern. Sie entdeckt eine Feder, die ein klein wenig aus einem Daunenkissen steht, zupft daran und lässt sie zu Boden fliegen. Begeistert holt Margit ihren Papa, um ihre Entdeckung mit ihm zu teilen und ruft: „Federmaus!“

Da war sie also, die erste Idee und dabei blieb es nicht. Denn damals griff mein Papa zu Zeichenblock und Bleistift und brachte die erste Skizze der Federmaus zu Papier: ein hübsches Mäuschen, das auf einer Feder thronend durch die Lüfte segelt.

Emma und die Federmaus die erste Skizze
Von der ersten Skizze …

Die Idee zum Buch

Soweit, so gut. Die Jahre vergingen, aus der pausbäckigen Margit von damals wurde selbst eine Mama. Ein kleiner Lockenkopf wirbelte durch ihr Leben und stellte es ordentlich auf den Kopf – meine wunderbare Tochter, und gleichzeitig meine größte Herausforderung und Lehrmeisterin. Mit ihr begann schließlich die Geschichte unseres Buches Emma und die Federmaus: Der „Ich kann es“-Zauber.

2015. Meine Tochter ist vier. Sie will Rad fahren lernen wie viele andere Kinder in ihrem Alter und natürlich klappt es nicht auf Anhieb. Vor mir steht ein wütendes Rumpelstilzchen, das mich aus funkelnden Augen anbrüllt: „Mama, ich schaff das nie!!!! Ich werde nie Radfahren lernen, ich kann das einfach nicht!”

Meine Alarmglocken schrillen

Meine Mama-Alarmglocken schrillen, all mein Wissen aus dem Mentaltraining, aus der Verhaltenspsychologie und der Gehirnforschung, das ich mir in den vergangenen Jahren mit großem Interesse angeeignet habe, hüpft aufgeregt durch meine Gehirnwindungen. Jetzt nur das Richtige sagen, mein Kind positiv bestärken, es unterstützen, sein Selbstvertrauen fördern. Aber zuerst mal atmen und ganz entspannt lächeln. Haha, wer’s glaubt …

Es könnte durchaus sein, dass ich in der Situation vielleicht doch ein gaaaaanz kleines bisschen ungeduldig geworden bin, aber egal, denn plötzlich war er da, der rettende Einfall: „Lass uns doch zaubern!“ sage ich zu dem kleinen Rumpelstilzchen. „Wir zaubern jetzt, dass du es kannst und dann glaubst du fest an dich und versucht es noch einmal, solange bis du es geschafft hast!“

Der „Ich kann es“-Zauber war geboren

Ich war offenbar überzeugend genug, und der Wunsch mit dem Rad die ersten Runden ganz alleine zu drehen war stärker als der Zorn und der Ärger: Der „Ich kann es Zauber“ war geboren und erstmals erfolgreich angewendet.

Wir haben den Zauber dann immer wieder herausgekramt und ich habe mich auf die Suche nach Büchern gemacht, um meiner Tochter auch abseits dieser Affirmation das Thema positives Denken und die Kraft der Gedanken näherzubringen. Doch da war nicht wirklich Brauchbares, was mir gefiel.

In meinem Kopf begann die Idee zu reifen selbst ein Buch zu schreiben. Interessanterweise tauchte genau zu dieser Zeit auch wieder die alte Skizze der Federmaus wieder auf und mein Papa begann an der Illustration zu arbeiten. Ich glaube ja nicht an Zufälle, du vielleicht?

Emma und die Federmaus: Der „Ich kann es“-Zauber I Das zauberhafte Kinderbuch über die magische Kraft der Gedanken
… zur finalen Version der Federmaus vergingen fast 30 Jahre

Wolfgang Fasching

Der letzte auslösende Moment für mich war dann schließlich ein Interview mit Wolfgang Fasching, das ich für das Weekend Magazin Steiermark geführt habe.

Wolfgang Fasching ist Extremsportler, Motivationstrainer und Buchautor. Er hat unter anderem das härteste Radrennen der Welt, das Race Across America mehrfach gewonnen, hat die Seven Summits, die sieben höchsten Berge der sieben Kontinente bestiegen, ist mit dem Rad quer durch Russland gefahren. Er weiß also, was mentale Stärke bedeutet, hält Vorträge zu dem Thema und hat darüber auch mehrere Bücher geschrieben.

150.000-mal „Das kannst du nicht!“

In unserem Interview hat Wolfgang mir einen Satz gesagt, der sich in mein Hirn eingebrannt und mich einfach nicht mehr losgelassen hat: Bis zu unserem 21. Lebensjahr hören wir etwa 150.000-mal Sätze wie „Das kannst du nicht!“, „Das schaffst du nicht!“ oder „Aus dir wird nie was!“

Das musst du einmal auf dich wirken lassen. 150.000-mal. Weißt du, was das mit einem Kind macht? Es programmiert dein Kind direkt zum Scheitern und nimmt ihm unglaublich viel Potenzial Herausforderungen zu meistern, Schwierigkeiten zu bewältigen und dem Leben selbstsicher und stark entgegenzutreten.

Bauch-Beine-Po-Training für das Gehirn

Dazu musst du wissen, dass unser Gehirn sich durch die Art, wie wir denken trainieren lässt. Ich nenne das gerne Bauch-Beine-Po-Training für die Gehirnzellen, die Wissenschaft nennt es das Prinzip der Neuroplastizität. Das bedeutet ganz einfach, dass sich durch unsere Denkprozesse Verbindungen zwischen den Nervenzellen im Gehirn bilden. Je nachdem wie wir denken, bilden sich bestimmte Verbindungen stärker aus, andere weniger stark. Wiederholung spielt dabei eine zentrale Rolle.

Nimm das Beispiel Vokabellernen: Wir wiederholen die Worte immer und immer wieder. Dadurch werden Verbindungen in bestimmten Gehirnarealen gebildet, je öfter wir lernen desto stärker. Wir trainieren damit unsere Sprachfähigkeiten und formen die Struktur unseres Gehirns entsprechend. Währenddessen vernachlässigen wir vielleicht unser mathematisches Wissen (so war das zumindest bei mir) und in der Folge bilden sich die entsprechenden Hirnareale weniger stark aus. Das war bei mir definitiv so 🙂

Aber zurück zum Punkt. Die Tatsache, dass unser Gehirn durch unsere Gedanken formbar ist, bietet uns ein unglaubliches Potenzial. Denn da oben zwischen deinen Ohren befinden sich etwa 100 Milliarden Nervenzellen mit Billiarden an Verknüpfungen. Das Genialste dabei: Diese Verknüpfungen können sich bis ins hohe Alter bilden und verstärken. Aber je älter wir werden, desto aufwendiger und mühsamer wird das.

Von Gehirnbesitzern zu Gehirnnutzern

Der Umkehrschluss: Je früher wir unseren Kindern beibringen, dass sie nicht nur Gehirnbesitzer sind, sondern aktive, selbstbestimmte Gehirnnutzer, desto leichter wird es ihnen fallen, ihre Gedanken gezielt zu ihren Gunsten zu nützen.

Und genau hier setzt unser Buch Emma und die Federmaus: Der „Ich kann es“-Zauber an. Mein Papa und ich wollen damit die Chancen aufzeigen, die entstehen, wenn wir unsere Gedanken bewusst in einem positiven Kontext einsetzen.

Cover von Emma und die Federmaus: Der „Ich kann es“-Zauber I Das zauberhafte Kinderbuch über die magische Kraft der Gedanken

Denn dann passiert Folgendes: Trainieren wir unsere grauen Zellen gezielt mithilfe von Mentaltechniken wie zum Beispiel positiven Affirmationen, Zielvisualisierungen, Dankbarkeitsübungen etc., lernt unser Gehirn positive Erfolgsstrukturen zu bilden.

Daraus ergibt sich eine positive Grundeinstellung, die viel erwähnte Resilienz, die uns hilft Herausforderungen im Leben zu meistern – sowohl beruflich als auch im privaten Umfeld. Eine Fähigkeit, die sich jedes Kind so früh wie möglich aneignen sollte – das ist meine feste Überzeugung.

Was Spitzensportler und Manager längst wissen

Das ist übrigens nichts Neues und schon gar nichts, was ich mir ausgedacht habe. Dieses Wissen ist umfassend durch die Neurowissenschaften erforscht. Spitzensportler und Manager machen es sich zunutze, wenn es darum geht ihre Ziele zu erreichen und erfolgreich durchs Leben zu gehen.

Leider müssen wir uns diese Fähigkeiten jedoch oft im Erwachsenenalter mühsam in teuren Kursen, Workshops und Ausbildungen aneignen, anstatt sie von klein auf einfach spielerisch zu erlernen.

Deswegen ist es unsere Vision mit Emma und die Federmaus: Der „Ich kann es“-Zauber möglichst viele Familien zu erreichen. Viele, viele Kinder sollen dadurch auf spielerische Art und Weise erfahren, dass wir unser Leben selbst in der Hand haben.

Das bedeutet, wir dürfen selbst entscheiden, wie wir mit Problemen und Schwierigkeiten umgehen. Umgekehrt heißt das natürlich nicht, dass wir alles durch die rosarote Brille betrachten sollen. Ja, und manchmal werden wir uns auch ordentlich anstrengen müssen. Aber wir sind überzeugt: Macht man aus einem „Das schaff ich nie“, ein von Herzen überzeugtes „Ich kann es“, wird auch scheinbar Unmögliches plötzlich möglich.

Tipp: Melde dich doch zu meinem Newsletter rund um das Buch Emma und die Federmaus: Der „Ich kann es“-Zauber an. Du erhältst dann nicht nur Infos rund um Lesungen und Termine, als Dankeschön für deine Anmeldung bekommst du auch mein Gratis-PDF mit „5 Tipps für positive Sprache für dich und dein Kind“ – liebevolle und alltagstaugliche Übungen für positives Denken, die ihr jederzeit gemeinsam umsetzen könnt.

Emma und die Federmaus: 5 Tipps für positive Sprache

Viele Helfer und ein großartiges Team

Ich werde oft gefragt, wie wir es geschafft haben aus dem „Ich kann es“-Zauber schlussendlich ein Buch zu machen und ich kann dir versichern, das war ein durchaus sehr verschnörkelter Weg. Er war gesäumt von vielen Absagen großer Verlage, nervenaufreibenden Diskussionen zwischen Vater und Tochter (ja auch die soll es geben ;-)), von „Ach lassen wir es doch“-Phasen und Momenten, in denen wir alles am liebsten hingeschmissen hätten.

Unser Verlag

Ermöglicht hat uns das Buch schlussendlich der Zufall, an den ich ja wie erwähnt nicht glaube. 🙂 Mein Papa bekam einen Kontakt zum Grazer Verlag edition keiper und wir fanden in dem großartigen Team rund um Verlagschefin Anita Keiper wunderbare Menschen, die an unsere Vision glaubten und uns helfen wollten sie mit der Welt zu teilen.

Im Herbst 2019, also vier Jahre nachdem die Geschichte vom „Ich kann es“-Zauber zum ersten Mal durch meinen Kopf geisterte, begann das Buchprojekt. Wir sind sehr dankbar, dass unser Buch bei der edition keiper so ein liebevolles Zuhause gefunden hat und profitieren jeden Tag von der Erfahrung des Verlagsteams – von der Zusammenarbeit mit dem Buchhandel bis zur Bearbeitung jeder einzelnen Bestellung.

Das Layout

Die liebevolle Gestaltung des Buches ist nicht nur den Illustrationen meines Papas zu verdanken, sondern ganz besonders auch unserer lieben Freundin, der Handlettering-Künstlerin Katja Haas. Sie hat das Layout des Buches gestaltet und die wunderschöne Schrift selbst entworfen. Es waren unzählige Stunden, die sie damit verbracht hat und ich finde, die Liebe, die sie in unser Projekt gesteckt hat, ist auf jeder einzelnen Seite sichtbar.

Der Online-Auftritt

Wenn du mich, Emma und die Federmaus auf der Landingpage zum Buch besuchst, dann siehst du dort das Werk meines wunderbaren Web- und IT-Spezialisten René Scrubei von RS-Design. Er hat alles Unmögliche möglich gemacht, um den Zauber des Buches auch online einzufangen.

Das Marketing

Was hilft ein wunderschönes Buch, wenn das Marketing nicht perfekt funktioniert. Und auch für diesen Part haben wir ein großartiges Team an Experten. Da ist zum einen unsere Technikelfe Sara Menzel-Berger, die uns beim E-Mail-Marketing ihr ganzes Know-how zur Verfügung stellt und mich nicht nur einmal vor hysterischen Nervenzusammenbrüchen bewahrt hat. Sara, auf diesem Weg eine feste Umarmung und ein riesengroßes Dankeschön.

Ja, und zu guter Letzt darf auch meine Social-Media-Taskforce nicht unerwähnt bleiben: Lisa Kapper und Geri Leitgeb, die Hi Performer. Sie sorgen dafür, dass Emma und die Federmaus ganz wunderbar durch die Sozialen Medien flitzen und so viele Familien erreichen. Außerdem waren die beiden in jeder Projektphase wichtige Brainstorming-Partner, die immer die richtigen Fragen zur richtigen Zeit gestellt und mich so vor so machen Fehlern bewahrt haben.

Zauberst du schon?

Hast du den „Ich kann es“-Zauber mit deinem Kind schon ausprobiert? Oder nützt ihr andere Techniken und Methoden in eurer Familie? Lass uns doch an eurer Geschichte teilhaben – wir freuen uns sehr über deine Erfahrungsberichte und natürlich auch über deine Rückmeldung zum Buch in den Kommentaren!

Teilen

Das könnte dir auch gefallen

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder *