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Texten fürs Web – so schreibst du Webtexte, die man gerne liest.

Ach, was habe ich schon mit Programmierern diskutiert. Habe mir Vorträge über Suchmaschinenoptimierung angehört oder musste mir sagen lassen: „zu viel Text, zu ausführlich, zu unübersichtlich“. Seufzend habe ich dann gekürzt, geändert und weggelassen, bis die übrig gebliebenen Textfragmente unendlich puristisch und leblos auf mich wirkten.

Nun, die Wahrheit gleich vorneweg: Die Programmierer haben Recht! Webtexte folgen anderen Regeln als Texte für Printmedien. Das liegt ganz einfach am besonderen Leseverhalten im Netz: Menschen nehmen sich online noch wenig Zeit als in der analogen Welt, sie lesen nicht, sie scannen – sie erfassen also schnell und oberflächlich die wichtigsten Informationen. Und zwar hauptsächlich deswegen: Lesen am Bildschirm ist schlicht und ergreifend anstrengend und mühsam!

Kurz und knackig müssen Webtexte deswegen sein. Die wichtigsten Infos klar hervorgehoben, sodass man sie mit einem Blick erfassen kann. Viel Information mit wenigen und vor allem einfachen Worten transportieren heißt das Motto und damit kommen wir auch schon zur schlechten Nachricht:

Viel sagen und dabei wenige Worte verwenden, das ist durchaus eine Herausforderung

Aber keine Sorge! Wenn du Texte für Websites verfassen möchtest, solltest du in erster Linie folgende vier Grundregeln im Hinterkopf haben.

  • Die wichtigsten Infos zuerst
    Die wichtigsten Informationen finden sich am besten im ersten Drittel des Textes. Damit stellst du sicher, dass deine Message rüberkommt, auch wenn der Leser eventuell nicht bis ganz nach unten scrollt.
  • Gliederungen und Hervorhebungen
    Wer wenig Zeit hat, bleibt an den Zwischenüberschriften der einzelnen Absätze hängen und kann sich so schnell einen Überblick über den Inhalt einer Seite machen. Im Fließtext findet sich alles Ergänzende, das man lesen kann, wenn man sich in das Thema vertiefen möchte.
  • Einfache und klare Sprache
    Vermeide komplizierte Fremdwörter und Fachausdrücke. Das gilt auch für Websites zu Fachthemen, die sich nicht an Endkunden, sondern an Firmenkunden richten. Auch Fach-Experten sind nur Menschen und wollen schnell und einfach das Wesentliche verstehen.
  • Aktiv und positiv formulieren
    Zum Beispiel „gut“ statt „nicht schlecht“ oder „machen“ statt „wird gemacht“. Dadurch wird der Textstil lebhafter und man liest gerne weiter.

Hast du Fragen zu dem Thema? Ich freue mich auf deine Kommentare!

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