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Wortspiele zum Muttertag

Ich bin ja nicht so der Freund von kommerzialisierten Zwangs-Festivitäten wie Valentinstag und Muttertag. Eigentlich weiß ich nämlich selber ganz gut, wann und wem ich Blumen schenken oder meine Gefühle mitteilen möchte. Dazu brauche ich weder den Handel, noch die vereinigen Gärtner und Floristen, noch die Werbung.

Aber ich muss zugeben: Muttertag hat dann doch einen ganz besonderen Zauber. Ich kann mich noch so gut an die große Aufregung erinnern, die der Tag als Kind für mich bedeutet hat: Noch früher als sonst wach werden, mit dem Papa einen Wiesenblumenstrauß pflücken und die Mama – eine leidenschaftliche Frühaufsteherin – dazu nötigen, unbedingt im Bett liegen zu bleiben, bis das Frühstück fertig ist. Dann das liebevoll selbstgebastelte Geschenk überreichen und die strahlenden Mama-Augen genießen.

Heute bin ich selber die Beschenkte und Verwöhnte. Und wirklich, Konsumzwang und Verkaufs-Hype zum Trotz: Es hat schon was. Wenn Ehemann und Tochter in aller Früh durch Graz düsen, um bei einer der wenigen am Sonntag geöffneten Bäckereien frisches Gebäck fürs Muttertags-Frühstück zu besorgen. Wenn man mit großen, erwartungsvollen Kinderaugen angeschaut wird, während man voller Verzückung selbstgebastelte Kunstwerke auspackt. Wenn man sich zum gedeckten Tisch setzt und sich vom Göttergatten samt Nachwuchs bedienen lässt.

Da kann dann selbst ich, als Zwangs-Genuss-Verweigerin, gar nicht anders, als mit sentimentalem Blick und Glücksgefühlen im Mutter-Herz den Moment zu genießen. Wenngleich sich doch zwischendurch der Gedanke aufdrängt: Ein, zwei, drei Muttertage mehr im Jahr müssten doch drinnen sein?

In diesem Sinn, liebe Mamas, genießt euren Tag 🙂

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