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Presseaussendung: Was Journalisten mögen

Das Verfassen einer Presseaussendung oder Pressemitteilung gehört für mich zum Basis-Repertoire als Werbetexterin. Und da ich meine ersten beruflichen Schritte in der Pressearbeit gemacht habe, ist das Verfassen von Pressetexten einer meiner liebsten Jobs.

Die Medienarbeit hat in den meisten Unternehmen, also auch bei meinen Kund*innen, einen großen Stellenwert. Und das hat einen einfachen Grund: Mit der Glaubwürdigkeit eines redaktionellen Beitrags (egal ob Print, Online, Radio oder Fernsehen) kann eine Anzeige nie und nimmer mithalten.

Lass dir diese Chance nicht entgehen!

Redaktionelle Berichterstattung ist für dein Unternehmen also ein absolutes Highlight: Du bekommst Reichweite, Bekanntheit, baust dein Image auf und all das für genau null Budget. Diese Chance solltest du dir also auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Frage ist nur:  Wie gelingt es, Inhalte so aufzubereiten, dass sie Journalisten gefallen und eine redaktionelle Berichterstattung daraus wird?

Das Wichtigste gleich vorneweg: Ohne Kontakte und einen gut recherchierten Verteiler geht gar nichts. Pressetexte können noch so ansprechend verfasst sein, wenn sie nicht bei den richtigen (im Idealfall sogar persönlich bekannten) Journalisten landen, sind sie ein Fall für den Papierkorb.

Finde die richtigen Ansprechpartner

Hausaufgabe Nummer 1 daher: Mach dich schlau, wer das für dich und dein Unternehmen relevante Ressort leitet bzw. dafür arbeitet. Ein Beispiel: Wenn du Bio-Honig produzierst, könnte deine Presseaussendung im Ressort Wirtschaft (du hast einen Nachhaltigkeitspreis gewonnen) und/oder Umwelt (du bist der erste Honigproduzent, der die Honiggläser mit essbarem Deckel ausstattet) aufgehoben sein.

In der Society-Abteilung bist du nur richtig, wenn Pamela Anderson bei dir zum Honig-Shopping vorbeigeschaut hat. Verstehst du, worauf ich hinaus will?

Die meisten Redaktionen sind so aufgebaut, dass unterschiedliche Menschen für unterschiedliche Themen zuständig sind. Wenn der „falsche“ Text bei der falschen Person landet, darfst du nicht davon ausgehen, dass er an die richtige Stelle weitergeleitet wird. Dafür fehlt nämlich oft die Zeit oder auch die Lust. 🙂

Bei vielen Medien findest du die entsprechenden Ansprechpartner online, oft musst du aber auch zum Telefonhörer greifen und einfach in den Redaktionen anrufen.

Im Zweifelsfall anrufen

Hab davor auf keinen Fall Skrupel, im Redaktionssekreteriat wird man dir gerne Auskunft geben. Von einem gut recherchierten Verteiler profitieren nämlich vor allem die Redaktionen selbst, weil sie nicht mit fehlgeleiteten Informationen zugespamt werden.

Weißt du nun, welche Information für welchen Personenkreis relevant sind, dann gilt es, deine Presseaussendung möglichst medienfreundlich aufzubereiten.

Dafür musst du einen Gedanken stets im Auge behalten: Journalisten stehen ständig unter (Zeit-)Druck. Sie werden mit Informationen regelrecht überschüttet.  Und jede einzelne Information, jedes Event, jeder noch so hinterwäldlerische Almabtrieb beansprucht für sich, DIE berichtenswerte „Story“ zu sein.

Tipps für deine Presseaussendung – steigere  deine Chancen auf Berichterstattung:

  • Halte dich kurz! Beschränke deine Presseaussendung im Idealfall auf eine A4-Seite.
  • Mach Lust aufs Lesen! Wähle eine aussagekräftige Headline, die neugierig aufs Weiterlesen macht und am besten die Kernaussage des Textes auf einen Blick vermittelt.
  • Das Wichtigste zuerst! Die wichtigsten Infos kommen in die Subline und den Teasertext gleich zu Beginn: Dort steht das, was man wissen muss – auch wenn man keine Zeit hat, weiterzulesen.
  • Arbeite mit Zwischenheadlines! Sie geben Orientierung beim Lesen und machen deine Presseaussendung scanfähig. Wenn jemand also ganz wenig Zeit hat und den Text nur überfliegt, bekommt er mithilfe des Teasers und der Zwischenüberschriften die wichtigsten Infos mit.
  • Sei erreichbar! Gib am Ende des Textes unbedingt einen Pressekontakt für Rückfragen an.

Dir wächst diese Pressetext-Geschichte über den Kopf? Kein Thema, ich unterstütze dich gerne dabei!

Hier kannst du ein unverbindliches Erstgespräch mit mir vereinbaren!

Foto: Fotolia

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