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Als ich aufhörte für Google zu bloggen …

… und warum du das vielleicht auch tun solltest.

Heute wird’s hier persönlich, denn ich erzähle von einer Entscheidung, die für mich wahrlich einen innerlichen Befreiungsschlag darstellt. Es ist eine Entscheidung, die diesen Blog betrifft und meine Bereitschaft hier Beiträge zu veröffentlichen. Ich habe entschieden, auf Google und für viele meiner Beiträge auf die Suchmaschinenoptimierung zu pfeifen.

So, diesen Satz muss ich jetzt erst selbst einmal verdauen. Kann das wirklich sein? Wo doch überall alle immer von Ranking und Keywords schwärmen, wo gefunden werden alles ist? Wo Suchmaschinenoptimierung keine Fähigkeit mehr, sondern längst eine Weltreligion darstellt, die Google angebetet?

Und vor allem, wo ich doch selbst meinen Kunden empfehle, ihren Online-Content für Suchmaschinen wie Google zu optimieren, wie du etwa in meinem Artikel „Suchmaschinenoptimierung: Diesen Beitrag leisten SEO-Texte“ nachlesen kannst?

Ja, wenn ich so darüber nachdenke … Genau unter diesen Rahmenbedingungen habe ich entschieden Google weniger wichtig zu nehmen. Und weil ich denke, dass auch dir das weiterhelfen kann, möchte ich dir gerne erklären, wie es dazu kam.

Wie meine Kunden zu mir kommen

Als Texterin unterstütze ich innovative Unternehmer, Branchenvorreiter und Marktführer dabei, ihre Gedanken in Worte zu fassen, damit sie mit ihren herausragenden Produkten und Dienstleistungen das Leben ihrer Kunden bereichern können. Ich bewege mich mit meiner Textagentur also komplett im Business-to-Business-Bereich.

Meine Kunden sind in erster Linie mittelständische Unternehmen, aber auch internationale Konzerne sind dabei. Was sie verbindet: Sie alle sind in ihren Branchen und Segmenten absolute Vorreiter und brauchen jemanden der ihre USPs in zielgruppengerechten Kundennutzen übersetzt. Kurzum: Sie wollen Botschaften, die sie zu Geld und glücklichen Kunden bringen.

Persönliche Weiterempfehlungen

Diese Unternehmen kommen in erster Linie über persönliche Empfehlungen zu mir – die klassische Mundpropaganda kommt hier zum Tragen. Menschen, die mit mir arbeiten und meine Texte schätzen, erzählen ihren Kunden, Geschäftspartnern, Freunden oder wem auch immer von mir. Etwas Besseres kann mir im Grunde gar nicht passieren. Schließlich ist es erwiesen, dass persönliche Empfehlungen die wichtigste Grundlage für Kaufentscheidungen darstellen.

Google Suche – also doch Suchmaschinenoptimierung?

Um es deutlich auszudrücken: JEIN 😅. Natürlich spielt Google eine wichtige Rolle für mich, denn Unternehmer, die Texter in Graz oder Texter in Österreich suchen, werfen durchaus auch mal die Suchmaschine an. Meine ersten und bis heute seit Jahren treuen Kunden haben mich ganz klassisch gegoogelt.

Suchmaschinenoptimierung hat also für meine Website ganz generell natürlich durchaus einen Stellenwert. Aufgrund meiner Zielgruppe und ihres Kaufverhaltens jedoch einen geringeren, als für Kolleginnen und Kollegen, die beispielsweise Online-Schreibseminare verkaufen. Dazu etwas später mehr.

Netzwerkpartnerschaften

Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig mein Netzwerk für mich ist, um neue Kunden zu gewinnen. Ich arbeite von Anfang an mit Agenturen zusammen und habe viele strategische Partner, die mittlerweile zu Freunden geworden sind.

Freunde, die es mir übrigens auch ermöglichen, meinen Kunden nicht nur meine Texte, sondern auch weitere Dienstleistungen anzubieten. Grafik, Design, Programmierung und Suchmaschinenoptimierung zum Beispiel.

Ebenfalls sehr wichtig für mich sind meine Mastermind-Netzwerke. Wenn du wie ich, als Einzelunternehmerin, immer nur allein in deinem Homeoffice sitzt, ist der Austausch mit anderen Unternehmerinnen unglaublich wichtig.

Ich bin seit Längerem Teil von Claudia Kauscheders Home Sweet Office 2.0 und schätze außerdem den Austausch in Benita Königbauers Abenteuer Wunschbusiness. In diesen Netzwerken bekomme ich nicht nur wertvollen Input für meine persönliche Weiterentwicklung und meine Rolle als Unternehmerin, ich gewinne hier auch immer wieder Kundinnen – eine absolute Win-Win-Situation finde ich. 🙂

Lese-Tipp: Meine Erfahrungen zu Home Sweet Office 2.0 und warum ich dieses Online-Programm von Herzen gerne weiterempfehle, kannst du in meinem Artikel „Warum ich dank Trello wieder ruhig schlafen kann” nachlesen.

Als ich in die Online-Falle tappte

Genau dieser Austausch mit großartigen Unternehmer*innen, die großteils ein Online-Business betreiben, hat mich aber auch ein ganz klein wenig in die Irre geleitet. In eine Art Online-Falle sozusagen.

Denn was machen Menschen, die online Produkte und Dienstleistungen verkaufen? Sie tun alles, damit ihr Angebot online gefunden wird. Sie veranstalten Webinare, um neue Kund*innen zu gewinnen, sie gründen Facebook-Gruppen, um sich mit ihrer Zielgruppe auszutauschen.

Sie gestalten Freebies, um Abonnenten für ihre Newsletter zu bekommen und verkaufen ihre Online-Angebote über ihre heilige Newsletter-Liste. Im Idealfall schreiben sie darüber hinaus mega-genial suchmaschinenoptimierte Blogposts.

Das ist alles ganz wunderbar und bewundernswert. Es gibt dabei nur ein Problem: Mein Business funktioniert so nicht.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer, mit denen ich besonders gut und gerne zusammenarbeite, wählen ihre Dienstleister nicht primär aufgrund von Online-Content wie Blogbeiträgen oder Social-Media-Postings.

Diese Kanäle dienen in meinem Fall höchstens der näheren Information über meine Referenzen oder um Textproben von mir zu sehen. Sie helfen meinen potenziellen Kund*innen außerdem den Menschen – also mich – hinter der Dienstleistung kennenzulernen.

Wie meine Kunden ticken

Meine Kunden wollen auch keine Schreibtipps oder Anleitungen ihre eigenen Texte zu verbessern. Sie wollen Lösungen und ihre Textprojekte im Sinne eines Super-Sorglos-Services an mich abgeben. Mit dem Ziel am Ende genau die Zeilen zurückzubekommen, die ihre Zielgruppen glücklich und ihre Konten voller machen.

Meine Kunden wollen mich als Ansprechpartnerin für Text, aber gerne auch für andere Dienstleistungen rundherum.

Da kann es schon mal vorkommen, dass ich Angebote für Übersetzungen, Video-Sprecher und Tonstudios einhole, eine Website programmieren lasse oder mit Partnern eine Social-Media-Kampagne konzipiere.

Kurz gesagt: Meine potenziellen Kunden suchen (und finden) mich zwar über Google, ihre Entscheidung mit mir zusammenzuarbeiten wird aber eher nur unterschwellig durch meine Online-Präsenz beeinflusst.

Eine ordentlicher und gut suchmaschinenoptimierter Webauftritt ist für mich also wichtig, denn meine Website ist definitiv ein Vertriebskanal für mich. (Siehe Google-Suche)

Im Blog, hier in meiner Schreibwerkstatt, darf ich dafür ein bisschen mehr „Wort-spielen“. Über Themen schreiben, die mich bewegen und mir Spaß machen ohne jeden einzelnen Beitrag zwanghaft und aufwendig zu optimieren.

Denn wie du vielleicht bemerkt hast, ist das ein recht zeitintensiver Prozess, der nur dann sinnvoll ist, wenn er sich auch wirklich rentiert.

Tipp: Wenn du wie ich eine eher kleine Website hast, bei der die Inhalte im Wesentlichen gleich bleiben, hat ein laufend aktualisierter Blog einen großen Vorteil. Es tut sich ständig etwas auf deiner Seite und das mag Google sehr gerne. 😉

Warum ich trotzdem Schreibtipps gebe?

Ich betreibe diesen Blog somit einerseits, um das Ranking meiner Website durch laufend aktuelle Inhalte zu stützen. Der viel wichtigere Grund ist aber, dass ich hier die Freiheit habe Themen zu bringen, über die ich schlicht und ergreifend gerne schreibe.

Themen, die mich interessieren und die vielleicht auch Menschen weiterhelfen, die unter Umständen gar nie meine Kunden werden.

Und das ganz einfach deswegen, weil ich gute Texte liebe, meine Leidenschaft fürs Texten gerne mit anderen teile und durchs Schreiben selber lerne.

Für meinen Artikel „Presseaussendung: So machst du Journalisten das Leben leicht“ habe ich zum Beispiel Kolleginnen und Kollegen befragt, um meine Erkenntnisse mit dir zu teilen.

Ich bin überzeugt davon, dass du und andere Leser hier von meinen Erfahrungen profitieren können und ich sehe diesen Blog auch als eine Art Referenz für meine Schreibe und meine Art an Themen heranzugehen.

In jedem Fall ist es eine Möglichkeit, die „Marke Margit“ kennenzulernen und meine Spielwiese für meine größte Leidenschaft: Visionen in Worte zu übersetzen.

Was bedeutet das jetzt für dich?

Ganz egal, welche Art von Content du produzierst, ob du Blogartikel veröffentlichst oder Social-Media-Postings – über all deinen Aktivitäten muss immer die Frage stehen: „Was braucht meine Zielgruppe und wie erreiche ich sie?“

In meinem Fall war mit dieser Frage die Erkenntnis verbunden, dass ich nicht sämtlichen Online-Must-haves nachlaufen muss. Stattdessen setze ich ganz bewusst und gezielt meine Ressourcen dort ein, wo sie für mich am meisten Sinn machen.

Vielleicht bist du in einer ganz ähnlichen Situation wie ich. Du betreibst ein Business mit Offline-Schwerpunkt und nützt Online-Kanäle eher ergänzend und unterstützend?

Dann mach dir das ganz gezielt bewusst und wäge sehr genau ab, in welche Maßnahmen du wie viel Zeit investierst. Denn glaube mir, damit machst du dir das Leben sehr viel leichter.

Du hörst auf irgendwelchen Online-Vorbildern nachzulaufen und nimmst dir jede Menge Druck. Ich spreche aus Erfahrung 🥰

Soll ich mit dir denken?

Wie schon erwähnt, hat mir die Einsicht, die zu diesem Blogpost geführt hat, wirklich die Augen geöffnet. Ich verdanke das meiner wunderbaren Mastermind-Partnerin Sara Menzel-Berger, denn manchmal neige ich dazu, den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. (Kommt dir das bekannt vor?)

Brauchst auch du einen Sparring-Partner für deine Content-Strategie? Dann schreib mir doch! Hier geht’s zum Kontaktformular.

Ich freu mich auf dich!

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