Nachgefragt: Employer Branding – die Antwort auf den Fachkräftemangel

In vielen Unternehmen hakt es und zwar ganz gewaltig. Nämlich wenn es darum geht, Mitarbeiter zu finden oder bestehende Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Und das ist nicht etwa ein vereinzeltes Problem – im Gegenteil: Der Fachkräftemangel in Österreich lauert aktuell an jeder Ecke: 83 Prozent der österreichischen Mittelstandsunternehmen finden keine geeigneten Fachkräfte. Für Unternehmen, die wachsen und sich erfolgreich weiterentwickeln wollen, der blanke Horror.

Ein Thema, das in direktem Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel steht, ist die Fluktuation, wie eine aktuelle Untersuchung der Job-Plattform StepStone bestätigt: Fach- und Führungskräfte sind in kürzester Zeit bereit zu kündigen, wenn der neue Job nicht Ihren Vorstellungen entspricht. Der Hintergrund ist immer wieder derselbe: Oft entsprechen die tatsächlichen Arbeitsinhalte nicht den Vorstellungen oder die Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten funktioniert nicht. Ein wesentlicher Faktor, warum Fachkräfte schon im ersten Anstellungsjahr kündigen, ist auch die Unternehmenskultur – wenn die nicht mit dem eigenen Wertesystem übereinstimmt, werfen neue Mitarbeiter schnell das Handtuch.

Bin ich sexy genug?

Die zentrale Frage der heimischen Unternehmen lautet also: Wie machen wir uns als Arbeitgeber sexy? Ein Lösungsansatz ist das Employer Branding. Ziel ist es dabei, sich gegenüber potentiellen und bestehenden Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Man kreiert also eine Art Arbeitgebermarke. Ein starker Employer Brand hebt sich von Mitbewerbern am Arbeitsmarkt ab, Mitarbeiter sind stolz für diese Marke zu arbeiten, sie erzählen ihrem Umfeld gerne davon und werden freiwillig zu Markenbotschaftern. Und das ist natürlich von enormen Wert. Denn so können potentielle Arbeitnehmer auf einer persönlichen Empfehlungsebene von Jobangeboten erfahren – aus erster Hand, von denen, die es am besten wissen, den Angestellten des Unternehmens.

90 % der österreichischen Leitbetriebe setzen auf Employer Branding

Die Chancen, die sich daraus ergeben, haben auch Österreichs Leitbetriebe erkannt. Sie setzen gezielt auf Employer Branding, der Grundtenor: Um die besten Köpfe zu gewinnen braucht es mehr als flexible Arbeitszeitmodelle, gefragt sind Maßnahmen die das Image des Unternehmens intern stärken. Im Vordergrund stehen dabei Teamevents, umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die Anerkennung der Leistung der Mitarbeiter. Diese Maßnahmen kommen bereits bei jeweils rund 90% der heimischen Leitbetriebe zur Anwendung.

Die Zukunft des Employer Brandings ist digital

Soweit zum Konzept des Employer Brandings. Bleibt noch zu klären, wie sich das auch in der Praxis umsetzen lässt. Denn die klassische Mitarbeiterzeitung oder das verstaubte Intranet scheinen nicht unbedingt geeignet, um Begeisterung und persönliches Engagement hervorzurufen.

Wie kann ein Employer Branding der Zukunft aussehen? „Natürlich digital“, sagt Thomas Mörth, Geschäftsführer der Grazer Sofwareschmiede Cycoders. Gemeinsam mit seinem Team hat er LOLYO entwickelt, ein Social Intranet, das das Employer Branding ins digitale Zeitalter führt. Ganz nebenbei: Thomas ist überzeugt, dass in spätestens fünf Jahren kein Unternehmen über 100 Mitarbeiter mehr ohne Social Intranet auskommen wird.

Was ist ein Social Intranet? Ein Social Intranet ist eine Plattform, die sich sozialer Medien bedient, um die Mitarbeiter eines Unternehmens miteinander zu vernetzen und gezielt in die interne Kommunikation einzubinden.

Wortspiel – Margit Wickhoff – www.wort-spiel.at

Nachgefragt – das Video zum Blogpost

Im Video erklärt Thomas, was hinter LOLYO steckt und wie das Tool zum Einsatz kommt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/a3de_eLrz7I

LOLYO – das kann das Social Intranet aus Graz

  • Stell dir ein Facebook für dein Unternehmen vor – so ähnlich funktioniert auch LOLYO. Alle Mitarbeiter können per Smartphone (und natürlich auch über den Computer) darauf zugreifen. Im Vergleich zu herkömmlichen Intranets wird das Social Intranet also mobil und vernetzt beispielsweise auch Außendienstmitarbeiter.
  • Ein integriertes Motivationssystem belohnt Aktivitäten im Social Intranet. Kommentieren Mitarbeiter Beiträge, nehmen sie an Umfragen teil oder empfehlen sie offene Stellen weiter, sammeln sie Punkte, die gegen Goodies eingelöst werden können.
  • Das Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm ermöglicht es jedem Teammitglied ermöglicht, offene Stellen im eigenen Umfeld zu teilen und das Unternehmen so potentiellen Interessenten schmackhaft zu machen.

Klingt alles hochtechnisch? Ist es aber gar nicht. LOLYO sowie sein Backend sind sehr intuitiv aufgebaut und leicht erlernbar. Und on top: Das ganze System ist auch noch DSGVO-konform.

Weitere Infos findest du, wie im Video angekündigt, auf www.lolyo.at

Wie hat dir das Video gefallen? Nutzt dein Unternehmen bereits ein Social Intranet oder setzt ihr auf Employer Branding? Ich freue mich über deine Kommentare und Anmerkungen!

Quellen:

[1] https://www.ey.com/at/de/newsroom/news-releases/ey-20190312-ey-studie-fachkraeftemangel-mittelstand-2019 [2]  https://www.die-wirtschaft.at/die-wirtschaft/warum-fachkraefte-gleich-wieder-kuendigen-176581 [3] https://leitbetriebe.at/employer-branding-wird-fuer-leitbetriebe-zum-schluesselthema/

Im Sinne der Lesbarkeit und Verständlichkeit habe ich in diesem Beitrag und im Interview auf die weibliche Schreibweise/das weibliche Wording verzichtet. Bitte liebe Mädls fühlt euch dennoch angesprochen und auf keinen Fall ausgeschlossen 🙂

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